Reisetipp: Nützliche Handy Apps für eine Reise nach Israel

Die 10 wichtigsten Apps für Touristen in Israel - Reisetipp

Reisetipp: Israel ist ein tolles Land für Individualtourismus.

Egal ob mit Mietwagen oder den öffentlichen Verkehrsmitteln: Durch Israel reisen ist relativ einfach und unkompliziert. Dank des Smartphones lässt sich die Reise vor Ort noch leichter organisieren und spontaner gestalten. Hier ist meine Top-10 der praktischsten Apps für einen Urlaub in Israel

Get Taxi – die wohl beste Taxi-App Israels

Insbesondere in den großen Städten in Israel ist ein Taxi eine gute Lösung, um schnell von A nach B zu kommen. Leider ist im Ausland die Kommunikation mit dem Taxifahrer aufgrund von Sprachbarrieren nicht immer einfach und die Preisgestaltung nicht durchsichtig. Mit der Get Taxi App kann man sich innerhalb von wenigen Minuten ein Taxi bestellen, das Ziel eingeben und so automatisch über die App mit Taxometer fahren.
Die Android-App gibt es hier:
Bei der Eingabe des Coupons:  GTXVOZH bekommt jeder Neukunde für die nächsten 5 Fahrten jeweils 20 NIS Rabatt.

Lime – mit dem E-Scooter/ Roller durch Tel Aviv

Tel Aviv lässt sich am besten per E-Scooter / Roller erkunden und nichts macht so viel Spaß, wie mit einem Scooter die Strandpromenade entlangzufahren. Praktischerweise bietet Lime überall in Tel Aviv elektrische Scooter an, die per App entsperrt werden können und nach der Fahrt flexibel wieder abgestellt werden können. Nach der Registrierung bei Lime kann man die Elektroroller jederzeit ausleihen und so sich auch spontan für eine Fahrt mit dem Scooter entscheiden – perfekt um entspannt die Stadt zu erkunden.
Die Lime Android-App gibt es hier:
Bei der Eingabe des Coupons: RQRGOLN könnt ihr Euren Lime-Roller beim ersten Mal kostenlos freischalten!

Alternativ bietet auch die Firma BIRD E-Scooter in Israel an.
Die Bird Android-App gibt es hier:
Bei der Eingabe des Coupons: kso85o könnt ihr Euren Bird-Roller beim ersten Mal kostenlos freischalten!

BiteMojo – auf kulinarischer Entdeckungstour

Auf einer Reise durch Israel sollte ein Blick in die einheimische Küche definitiv nicht fehlen. Die israelische Küche gilt als eine der gesündesten und schmackhaftesten der Welt. Humus, Falafel, Schawarma und Shashuka gibt es in Israel an jeder Ecke. Aber wo schmecken diese Gerichte eigentlich am besten und welche Speisen empfehlen die Einheimischen? Mit der App BiteMojo kann man eine eigene Essenstour durch Tel Aviv oder Jerusalem unternehmen. Besonders zu empfehlen ist diese App auf dem Machane Yehuda Markt in Jerusalem und dem Carmel Markt in Tel Aviv. Bei der "Probier-Tour" bekommt man bei unterschiedlichsten Imbissen leckere Spezialitäten. Dabei erfreut man sich nicht nur der Gaumenfreuden, die auf dem Weg einem begegnen, sondern erfährt auch allerhand spannende Hintergrundgeschichten zu den Gerichten und den Menschen, die diese zubereiten.
Die Android-App gibt es hier:
Bei der Nutzung dieses Links zum Download bekommt Ihr automatisch einige biteCoins für köstliche bites gutgeschrieben.

Waze – für den schnellsten Weg zum Ziel

Ähnlich wie Google Maps ist Waze eine Navigationsapp, mit der man von A nach B geleitet wird. Waze wurde in Israel entwickelt und sammelt alle aktuellen Daten bezüglich Staus oder Polizeiabsperrungen durch die Nutzer der App. So ist Waze aufgrund der hohen Popularität in Israel oftmals genauer als Google Maps und es lohnt sich, beim Reisen durch Israel auf Waze zu vertrauen. Erhalte Routenanweisungen, die laufend aktualisiert werden, um Polizei, Unfälle und ähnliches zu vermeiden.
Die kostenlose Android-App gibt es hier:

Moovit – mit den öffentlichen Verkehrsmitteln durch Israel

Wer in Israel mit öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bus oder Bahn fahren will, sollte sich die App Moovit anschauen. Die App findet den schnellsten und besten Weg von A nach B, zeigt Alternativrouten und alle Bahn- und Buspläne übersichtlich an. Mit Moovit muss man nicht mehr komplizierte Buspläne entziffern, sondern kann direkt über die App die perfekte Verbindung zum Ziel finden.
Die Android-App gibt es hier:

Cellopark – Parktickets per App

Wer mit einem Mietwagen durch Israel reist, wird hin und wieder in zahlungspflichtigen Parkzonen parken. Mit der App Cellopark braucht man nicht mehr darauf achten, genügend Kleingeld für den Parkscheinautomaten bei sich zu führen, sondern kann das Parkticket direkt über die App kaufen und gegebenenfalls verlängern. In einigen Parkzonen, insbesondere in Jerusalem, gibt es mittlerweile gar keine Automaten mehr (!) und Parktickets können nur noch über eine App erworben werden.

Die Android-App gibt es hier

Trip Advisor – das beste Restaurant finden

Auf der Suche nach einem guten Restaurant? Trip Advisor ist die perfekte App, wenn man auf der Suche ist, wo es sich am besten speisen lässt, oder um eine Übersicht zu bekommen, was man vor Ort alles unternehmen kann. Durch die Bewertungen der anderen User bekommt man einen guten Eindruck, was eine Restaurant oder eine andere Aktivität auszeichnet und ob sich ein Besuch lohnt.

Die Android App von Tripadvisor findet sich hier:
Die Apple-App von Tripadvisor finde sich hier:

Wechselkurse und Währungsrechner – schnell umrechnen per App

Wer auf der Reise durch Israel die Kosten im Blick behalten will und gleichzeitig nicht ständig damit beschäftigt sein will, die Preise in die Heimatwährung im Kopf umzurechnen, ist mit der Währungsrechner-App gut beraten. Diese zeigt nicht nur den aktuellen Wechselkurs an, sondern übernimmt auch die Rechenarbeit in die gewünschte Vergleichswährung.

Ein Android Währungsrechner findet sich hier:

Bibel App – biblische Beschreibungen historischer Orte

Die Bibel ist voller Geschichten und Beschreibungen des Heiligen Landes. Mit der Bibel-App kann man sich vor Ort diese spannenden Geschichten rund um die historischen Plätze Israels durchlesen und gewinnt so einen ganz besonderen Einblick in die Vergangenheit und Bedeutung der Orte.

Eine Bibel-App für Android findet sich hier:

Wörterbuch – Hebräisch verstehen

Hebräisch begegnet einem in Israel an jeder Ecke. Praktisch ist da, ein Deutsch-Hebräisch Wörterbuch als App dabei zu haben, um sich gegebenenfalls Wörter übersetzen zu lassen. Das PROLOG-Wörterbuch bietet über 50000 Stichworte, Wendungen und Übersetzungen. Das besondere an diesem Wörterbuch ist, dass es komplett transliteriert ist! (das übersetzte Wort ist in deutschen Buchstaben geschrieben) und die betonten Silben werden markiert, um klare und richtige Aussprache zu ermöglichen;
Um ein hebräisches Wort einzugeben, aktivieren Sie in den Geräteeinstellungen eine hebräische Tastatur
Noch ein Vorteil: Das Prolog Wörterbuch kann komplett heruntergeladen werden und kann so auch offline genutzt werden.
Für Android Handys findet sich die Wörterbuch-App hier:

 

“Verschleierte Frauen im Heiligen Land” Neue Wechselausstellung im Israel-Museum

“Verschleierte Frauen im Heiligen Land” Neue Wechselausstellung im Israel-Museum

Das Israel-Museum gehört seit seinem Gründungdatum im Jahre 1965 zu einer der wichtigsten Kultureinrichtungen Israels. Neben der umfangreichen Dauerausstellung, werden immer wieder spannende Wechselausstellungen gezeigt, wie die Ausstellung „Veiled Women of the Holy Land“, die noch bis Ende Februar 2020 besichtigt werden kann.

Die Kleidung als Ausdruck der Religiosität

Die Verhüllung des weiblichen Körpers ist in vielen Religionen ein Zeichen der Bescheidenheit und Zuwendung sowie Identifikation mit dieser. Mit diesem Thema setzt sich die Austellung „Veiled Women of the Holy Land“ auseinander. Was bedeutet es für die Frauen, sich zu verhüllen? Warum verhüllen sie sich, was ist ihre Motivation? Aber auch die Frage, wie der Betrachter sich fühlt und welche Gedanken mit dem Verhüllen verbunden werden, ist ein Thema in der von No’am Bar’am Ben-Yossef kuratierten Ausstellung. Durch Fotografien, Texte und Kleidungsbeispielen setzt sich die Wechselausstellung mit diesen Fragen umfassend auseinander. Abgerundet wird die Präsentation durch eine Videoinstallation von Ari Teperberg, die einen Einblick in die privaten Gedankenwelt der Frauen erlaubt.

Die Verhüllung des Körpers in verschiedenen Religionen

Der Fokus der Ausstellung liegt in der Vorstellung der Kleidungsvorschriften für Frauen in den drei Hauptreligionen, die in Israel präsent sind. Inspiriert von dem Trend, dass sich in den letzten Jahrzehnten immer mehr Frauen gleichsam verhüllen, setzt sich die Ausstellung mit der Bedeutung der Verhüllung des weiblichen Körpers innerhalb der jüdischen, muslimischen und christlichen Religionswelt auseinander und versucht Parallelen und Unterschiede aufzuzeigen.

Die religiösen Gesetze des Judentums raten verheirateten Frauen, ihren Kopf sowie ihr Haar zu bedecken und ihren Körper zu bedecken, wobei das Gesicht sichtbar bleiben kann. Jedoch kleideten sich jüdische Frauen schon im späten 19. Jahrhundert in Palästina, beeinflusst durch die muslimischen Frauen, gesichtsbedeckend. Zwischenzeitliche ging dieser Trend verloren, doch trat er zum Anfang des 21. Jahrhunderts in Einzelfällen wieder in Erscheinung. Auch die einzelnen Schichten der Verhüllung wurden immer symbolischer und von religiöser Bedeutung. Ein Unterkleid kann dabei für Fruchtbarkeit stehen oder an das Zelt der Erzmutter Sarah erinnern. Bezug genommen wird dabei auch auf den Hohepriester zur Zeit des Tempels, der sogar acht Schichten Kleidung getragen haben soll. In einer kleinen Sekte hauptsächlich neureligiöser Frauen lassen sich vollverschleierte jüdische Frauen finden, die durch Ihre Kleidung zur Erlösung der Juden beitragen wollen. Von ihrer äußeren Erscheinung lassen sie sich kaum von vollverschleierten muslimischen Frauen unterscheiden.

Ähnlich wie im Judentum ist auch im muslimischen Glauben die Verschleierung keine Pflicht und basiert eher auf Tradition, die darauf zurückgeht, dass die Frauen des Propheten ihr Gesicht verschleierten. Bis zum frühen 20. Jahrhundert war die Verschleierung ein gängiges Bild in muslimischen Gemeinschaften. Während der britischen Mandatsherrschaft setzte sich vor allem in den urbanen Gebieten eine modernere Kleidungsweise mit farbenfroheren Kleidungstücken, die weniger des Körpers bedeckten, durch. Jedoch zeigt sich auch bei den muslimischen Gemeinden in den letzten Jahrzehnten ein Weg zurück zur traditionellen Kleidungsweise.

Auch die Kleidung der christlichen Nonnen basiert auf Tradition und soll die Ergebenheit sowie Ehrfurcht vor dem Schöpfer ausdrücken. Wie bei der keuschen Kleidung von Jüdinnen und Muslima betont diese nur wenig den Körper und ist weitestgehend von Kopf bis Fuß bedeckend. Einige katholische Nonnen schützen bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts durch einen leichten Stoffvorhang auch ihr Gesicht vor den Blicken anderer. Die Trachten der katholischen und orthodoxen Nonnen lassen sich leicht voneinnadern unterscheiden, wohingegen die traditionelle Kleidung von russisch-orthodoxen Nonnen der von strenggläubigen Jüdinnen und Muslima durchaus ähnlich ist.

Die Wechselausstellung „Veiled Women of the Holy Land” zeigt Gemeinsamkeiten aber auch die Unterschiede in der Verhüllung des weiblichen Körpers innerhalb der drei großen monotheistischen Weltreligionen auf. Interessant ist vor allem der Einblick in das Private der Frauen, die sich für eine Verschleierung entschieden haben und deren Gedankenwelten.

Weitere Informationen zur Ausstellung

 

  • Wo: Israel Museum
  • Wann: 16. April 2019 – 29. Februar 2020
  • Kurator: No’am Bar’am Ben-Yossef
  • Infos zur Ausstellung

Foto-Ausstellung The Mount – der Tempelberg

Foto-Ausstellung: The Mount – der Tempelberg

Direkt am Jaffa-Tor – dem westlichen Haupteingang in die Jerusalemer Altstadt – befindet sich die sog. David-Zitadelle, eine Festung, die eigentlich aus der Zeit Herodes des Großen (1. Jh. v. Zt.) stammt. Von einem alten Turm aus hat man hier einen phänomenalen Blick auf die gesamte Altstadt und auch auf den Tempelberg. Heute befindet sich in der alten Festung ein Museum zur Geschichte Jerusalems. Lange bleibe ich diesmal nicht auf dem Turm, zu neugierig bin ich auf die neue Sonderausstellung: The Mount – der Tempelberg.

סלע המחלוקת: הויכוח על הר הבית

סלע המחלוקת: הויכוח על הר הבית

Gepostet von ‎ארץ נהדרת‎ am Mittwoch, 21. Oktober 2015

Die Ausstellung beginnt mit einem Ausschnitt der israelischen Satiresendung “Eretz Nehederet”. Der israelische nationalreligiöse Erziehungsminisiter Naftali Benet streitet sich mit einem Moslem über die Frage, wem der Tempelberg wichtiger und heiliger sei. Der Streit eskaliert, bis die beiden das Areal schließlich in Brand setzen.
Witzig? Aus Angst vor Missverständnissen betont das Museum, mit dem Zeigen des Films keine Position zu beziehen und keinen Schaden anrichten zu wollen.

Anschließend wird es etwas ernster, konzentrieren sich auf diesem Berg doch die Spannungen, Sehnsüchte und Erwartungen der drei Religionen, die sich alle auf Abraham berufen: Hier soll König Salomo vor knapp 3000 Jahren innerhalb von nur sieben Jahren den ersten jüdischen Tempel errichtet haben. Nach dessen Zerstörung – gut 400 Jahre später – wurde hier von den Israeliten, die aus dem Exil zurückkehrten, ein zweiter Tempel geschaffen. Dieser wurde unter König Herodes um 20 v. Chr. ausgebaut und großzügig erweitert.
Dieser Tempel spielt auch für christliche Geschichte eine wichtige Rolle, da hier Jesus während seiner Zeit in Jerusalem gelehrt haben soll. Später wurde, lange nach der Zerstörung der Anlage durch die Römer 70 n. Zt., an der selben Stelle ein römischer Jupiter-Tempel und im 7. Jahrhundert die Al-Aqṣā- Moschee sowie noch später schließlich der islamische Felsendom errichtet.

Während die Muslime heute den oberen Teil des Berges verwalten, beten Juden an der Kotel, der sog. Klagemauer, welche einen Teil der westlichen Umfassungsmauer um den Tempelberg selbst darstellt.

Nach der historischen Einführung zur Geschichte des Tempelbergs geht in die eigentliche Ausstellung, welche uns Fotos vom Tempelberg aus den letzten 180 Jahren zeigt. Neben einigen berühmten Fotografien sind auch viele unbekannte Aufnahmen zu sehen: Bilder vom Krieg und Zeugnisse des Alltags, des Nebeneinander, manchmal miteinander der Menschen, die so unterschiedlich und doch so ähnlich scheinen. Eine Ausstellung über die bewegte Geschichte der Erinnerungen und Eindrücke, Schnappschüsse von Soldaten, Touristen, Arbeitern und Pilgern. Blickwinkel und Ansichten auf den Ort, wo der Stein liegen soll, von dem aus die Welt geschaffen worden ist.

Der Kurator Shimon Lev sagt dazu: “It is such a small area – merely one square kilometer – but it is the center of the world… like an atomic nucleus.“ (Jerusalemer Post, 5. April 2019). Er war es auch, der die mehreren hundert Bilder in sechs Zeitabschnitte geordnet und sortiert hat.

Am Ende des Besuchs lockt es mich doch wieder auf den Turm der Festung mit dem wunderbaren Blick auf die Altstadt. Diese Stadt Jerusalem, die jeden Tag vor Spannung zu zerreißen droht und doch auf wunderbare, alltägliche Weise geschäftig weiter rollt und lärmt; streitet, träumt und betet.

Israelisches Tourismusministerium testet Roboter als Reiseleiter.

Israelisches Tourismusministerium testet Roboter als Reiseleiter

Israel erlebt einen Tourismusboom: Mit über vier Millionen Touristen im Jahr 2018 verzeichnet Israel einen Anstieg über 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Und gerade für deutschsprachige Gruppen mangelt es an geeigneten Reiseleitern.

Um der wachsenden Anzahl von Touristen gerecht zu werden, hat das israelische Tourismusministerium diese Woche mit dem Test von zehn KI-Robotern in der Altstadt von Jerusalem begonnen.

Positioniert werden die Tourguide-Roboter an zentralen Sehenswürdigkeiten wie der Grabeskirche, der Klagemauer aber auch neben dem siebenarmigen Leuchter unmittelbar vor der Knesset – dem israelischen Parlament.

Nach Angaben des Ministeriums sollen die Roboter die jeweilige Sprache der Touristen automatisch erkennen und auf Fragen eine gesprochene und geschriebene Antwort liefern. Letztere soll auf einem Bildschirm angezeigt werden.

Bereits heute können die Roboter über ein interaktives Display den Besuchern Foto-und Videomaterial zeigen, wie es menschliche Reiseleiter nicht tun können.

Zukünftig können sich Touristen dank moderner Technologien wie Hologrammen, Telepresence und Virtual Reality sich vor Ort viel besser vorstellen, wie diese von 2000 Jahren ausgesehen und auf die Menschen damals gewirkt haben.

Während ein virtuelles Modell des jüdischen Tempels bereits realisiert wurde und sich bei vielen Touristen großer Nachfrage erfreut, wird es zukünftig möglich sein, Jesus auf seinem Leidensweg – der Via Dolorosa – zu begleiten und der Kreuzigung (und Auferstehung) direkt beizuwohnen. Auch die nächtliche Himmelsreise Mohammeds könnte so für moslemische Pilger unmittelbar erlebbar werden, wobei sich der Waqf – jene moslemische Stiftung, die heute die Al Aqsa Moschee und den Felsendom verwaltet – aufgrund des moslemischen Bilderverbots bislang strikt gegen diese Idee ausgesprochen hat.

Hilfreich könnten sich Roboter auch für zahlreiche Pilgergruppen erweisen. Nachdem im Rahmen der Weltausstellung der Reformation in Wittenberg die Evangelische Kirche sogenannte Segensroboter erfolgreich testete, wären in Israel zukünftig der Einsatz von modernerer Priester-Robotern bei der Feier von Messen und des Abendmahls denkbar.

Nicht zuletzt können Roboter im Tourismus aber auch einfach ein Gimmick sein: „Es ist auch eine zusätzliche Attraktion“, so Adar Bdicha vom israelischen Tourismusministerium. „Letztendlich bleibt auch der Tourismusbereich in Israel die Zukunft ein gemischter – in der sich Mensch und Maschine ergänzen.“

2.-6. Oktober 2019 Städtereise: All About Tel Aviv-Jaffa. Die Erfindung einer Stadt

2.-6. Oktober 2019
All About Tel Aviv-Jaffa. Die Erfindung einer Stadt

Wir laden Sie ein zu einer 5-tägigen Reise nach Tel Aviv in Israel. Die fachkundige Führung vor Ort übernimmt ein deutschsprachiger lizensierter Reiseleiter und organisiert wird die Reise von Ada Rinderer, die gemeinsam mit Reinhard Rinderer die Architektur der aktuellen Ausstellung „All About Tel Aviv-Jaffa. Die Erfindung einer Stadt“ im Jüdischen Museum Hohenems konzipierte und ausführte.
Ada Rinderer ist in Tel Aviv geboren und studierte am Technion in Haifa. Sie lebt und arbeitet als Architektin seit 24 Jahren in Dornbirn/ Österreich.
Wie tickt diese Stadt, was macht sie so beliebt, das Tel Aviv mittlerweile zu den beliebtesten Städtereisezielen der Welt gehört. Aber was steckt auch in ihren Hinterhöfen, welche Teile ihrer Geschichte werden touristisch gefeiert – und welche eher verdrängt. Geschichte, Kultur, Religionen, Architektur, Politik, spannende Begegnungen und viel Spaß sind die Eckdaten des Programms.
Und nicht zuletzt: Während der Reise schmecken wir Tel Aviv auch im Sinne des Wortes, seine exzellente und vielfältige Küche, vom einfachen Imbiss bis zum Chef-Restaurant.

Reise — Mi 2. bis So 6. Oktober 2019
Reiseunterlagen und Anmeldeformulare sind ab ca. mitte April 2019 auf Anfrage unter office@jm-hohenems.at erhältlich.
Anmeldung bis spätestens 3. Juli 2019 erforderlich.

Deutsche zu Besuch in Israel – Ein Interview mit Uriel Kashi auf belltower.news

Deutsche zu Besuch in Israel – Ein Interview mit Uriel Kashi auf belltower.news

In einem Interview für belltower.news unterhalte ich mich mit Stefan Lauer über meine Arbeit als Reiseleiter in Israel. Dabei geht es um das Israelbild deutscher Touristen, die Faszination, die heute leider viele Rechtspopulisten für Israel hegen wie auch um den Unterschied zwischen deutscher und israelischer Gedenkkultur.

Ich wünsche viel Spaß beim Lesen:

https://www.belltower.news/antisemitismus-und-gedenken-deutsche-zu-besuch-in-israel-82221/

Graffiti & Street Art am Toten Meer

Graffiti & Street Art am Toten Meer

Das Tote Meer war schon immer ein Naturschauspiel. Die Salz- und Mineralstoffkonzentration ist hier etwa zehnmal höher ist als in anderen Gewässern. Am nördlichen Ufer befinden sich die beliebten Strandanlagen, deren Besuch bei fast allen Touristen in Israel fest auf dem Programm stehen.

Jetzt im Herbst fällt die durchschnittliche Tagestemperatur von 40° C auf milde 25° C ab und es bietet sich an, sich hier nach den Strapatzen eines straffen Besichtigungsprogramms etwas zu entspannen. Während manche Besucher hoffen, durch ein Bad im Meer bestehende Hautkrankheiten zu heilen, schwören andere darauf, dass das Wasser wie ein Jungbrunnen auf ihre Haut wirke.

Doch es gibt auch eine andere Seite: Unweit des Strandes befindet sich heute das Open-Air-Museum “Gallery Minus 430”. Auf den Wänden von rund hundert verlassenen Gebäuden einer ehemaligen jordanische Militärkaserne versucht das KünstlerInnen-Projekt “Save the Dead Sea” auf eine nahende Naturkatastrophe aufmersam zu machen: Der berühmteste Salzsee der Welt zieht sich nämlich immer weiter zurück! Während der Wasserpegel vor 90 Jahren noch bei etwa −390m lag, ist er mittlerweile auf -430m gesunken.

Und er sinkt jedes Jahr um einen weiteren Meter…

 

Für das Austrocknen des Toten Meeres ist dabei nicht nur das strenge Klima verantwortlich, das eine zunehmende Verdunstung des Wassers bewirkt. Einerseits wird dem Jordanfluss – der im Toten Meer mündet – heute Wasser entnommen, dass für die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung eine entscheidende Bedeutung hat. Doch auch wirtschaftliche Gründe führen zum Absinken des Wasserspiegels: Um Magnesium, Pottasche oder Brom zu gewinnen, pumpt die Mineralindustrie jedes Jahr 650 Millionen Kubikmeter des Meerwassers zur Verdunstung in hierfür angelegte riesige Becken.

Neben israelischen StreetArt-Künstlern wie Dede Bandaid (berühmt duch seine Pflaster, die überall in Tel Aviv zu sehen sind) oder dem in Russland geborenen Andre I Missing (heute auch in Tel Aviv ansässig), finden sich auch Bilder des uruguayischen Künstlers Alfalfa, der durch die Multipliplikation von Kamel-Augen eine fast schon mythologische Figur erschaffen hat.

Während Nitzan Mintz als Visuelle Poetin mti Text arbeitet, setzt ein anderer junger Künstler – Fikos aus Griechenland – bei seinen Bildern auf die Faszination der antiken griechischen Mythologie und verbindet diese mit der orthodoxen christlichen Tradition. Für das Kunstprojekt hat sich Fikos im Vorfeld gut vorbereitet und aufmerksam die Chroniken von Flavius Josephus studiert. Der Massenselbstmord der Juden am Ende der Belagerung von Masada im Jahr 73 dient Fikos als Metapher für das Sterben des Toten Meeres.

Der Künster Libre aus Mexiko porträtiert auf einem der Wände Bashir, einen Bewohner Jerichos der seit vielen Jahren an einem der Strandanlagen arbeitet.  Ein weiteres Absinken des Wasserspiegels würde nicht nur ihm den Job und damit den Lebensunterhalt kosten.

Bleibt zu Hoffen, dass die Kunstaktion sowohl Politik wie auch Industrie motivieren, endlich die schon lange überfälligen Schritte zu unternehmen um das Tote Meer zu retten.

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